Praxis für Hausärztliche Versorgung
Eschenweg 9
41352 Korschenbroich

Telefon: (02161) 67 21 55
Fax: (02161) 67 57 29
E-Mail: rezeption@praxis-jochen-schulze.de


Die S-Bahn Station "Kleinenbroich", die sie mit der Linie S8 erreichen, ist nur 300 m von der Praxis für hausärztliche Versorgung von Jochen Schulze entfernt. Die Praxis liegt im Ortskern. Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Die Praxis befindet sich im 2. Stock des Gebäudes, ein Aufzug ist vorhanden.


Unsere Sprechzeiten

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und nach Vereinbarung

Gesundheitsnews





Erst impfen, dann reisen
Erst impfen, dann reisen


Deutsche Leberstiftung warnt vor Hepatitis-Gefahren auf Reisen

„Gut geplant ist halb gewonnen“ lautet ein Sprichwort, das auch auf das „Projekt“ Urlaub zutrifft. Bald startet die Sommerferienzeit in den ersten Bundesländern und viele Erholungssuchende werden die „schönste Zeit des Jahres“ im Ausland verbringen. Für die Planung nutzen viele Menschen To-do-Listen, in denen oft auch aufgeführt ist, sich über die für das Reiseziel notwendigen und empfohlenen Impfungen zu informieren – und sich gegebenenfalls impfen zu lassen. Infektionsrisiken für die Ansteckung mit Hepatitis-Viren gibt es schon in der nahen Mittelmeer-Region. Wie wichtig der Impfschutz gegen eine Infektion mit Hepatitis-Viren speziell für Reisende ist, erklärt die Deutsche Leberstiftung zum Beginn der Ferien-Saison 2018.

Die Erwartungen, die Reisende an einen perfekten Urlaub stellen, sind sehr unterschiedlich. Einige suchen Entspannung, andere möchten sich mehr bewegen und dann gibt es auch noch die Urlauber, die maximalen Spaß suchen. Wie unterschiedlich die Ansprüche auch sind, einen Wunsch haben alle Reisenden gemeinsam: gesund nach Hause zurückzukehren. Damit dies gewährleistet wird und die Leber bei der Rückkehr so virenfrei wie bei der Anreise ist, sollten Reisende über Risikogebiete, Ansteckungswege und Schutzmöglichkeiten informiert sein. „Über die Hälfte aller neu diagnostizierten Hepatitis A-Virusinfektionen in Deutschland sind ein ungewolltes Reisesouvenir", sagt Professor Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung und ergänzt: „Die Hepatitis A wird als ‘Reisehepatitis‘ bezeichnet. Sie tritt häufig in beliebten Urlaubsländern mit geringen Hygienestandards auf wie beispielsweise im Mittelmeerraum, Südostasien, Russland, Afrika, Mittel- und Südamerika sowie dem Vorderen Orient.“

Übertragen wird das Hepatitis A-Virus (HAV) fäkal-oral durch Schmier- oder Kontaktinfektion. Der Erreger wird von infizierten Personen über den Darm ausgeschieden und verfügt über eine ausgeprägte Umweltstabilität sowie über hohe Thermostabilität und Desinfektionsmittelresistenz. Beispielsweise kann der Verzehr von ungenügend gegartem Gemüse oder das Trinken von belastetem oder verunreinigtem Trinkwasser (auch als Eiswürfel) zu einer Infektion mit dem HAV führen. Diese Infektion mit dem HAV kann eine akute Leberentzündung verursachen, die jedoch nicht chronisch verläuft und bei gesunden Menschen oft ohne ernsthafte Komplikationen ausheilt. Die Symptome sind meist unspezifisch und können Fieber sowie eine „Gelbsucht“ umfassen. In seltenen Fällen wie beispielsweise bei älteren Menschen kann Hepatitis A auch zu einem akuten Leberversagen führen. Gegen Hepatitis A gibt es keine spezifische Therapie. Die prophylaktische Impfung – die auch noch kurz vor Reiseantritt erfolgen kann – ist der sicherste Schutz.

Auch gegen das Hepatitis B-Virus (HBV), das ein weiteres Infektionsrisiko im Urlaub darstellen kann, ist eine Impfung der sicherste Schutz. Bei der Verwendung von Kombinations-Impfstoffen, die gegen Hepatitis A und B schützen, ist die Anzahl der notwendigen Injektionen vermindert. Mit der Impfung gegen Hepatitis B ist sogar ein doppelter Schutz gewährleistet: Der Impfstoff gegen das HBV schützt auch gegen die Hepatitis delta, da es eine Hepatitis delta nur mit einer Hepatitis B geben kann.

Weltweit sind etwa 240 Millionen Menschen nach Angaben der Weltgesundheits-organisation (WHO) chronisch mit dem HBV infiziert. Die Ansteckung mit dem HBV erfolgt über Körpersekrete wie Blut, Sperma oder Speichel. Neben ungeschütztem Sex zählen Tätowierungen oder Piercings, die nicht steril durchgeführt werden, zu den häufigsten Übertragungswegen. Auch bei Kontakten mit der Gefahr kleinster Hautverletzungen wie beim Barbier, bei der Fußpflege oder bei unvorhergesehenen ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen besteht ein Infektionsrisiko, wenn unhygienische Bedingungen im Reiseland herrschen. Meist bemerken Infizierte nichts von ihrer Erkrankung. Kommt es jedoch zu einer chronischen Leberentzündung, besteht ein erhöhtes Risiko für bindegewebsartige Veränderungen der Leber (Fibrose) oder für eine Zirrhose.

Gegen das Hepatitis C-Virus (HCV), einem weiteren Hepatitis-Erreger, steht bisher keine Schutzimpfung zur Verfügung. Das HCV wird fast ausschließlich über Blut-Kontakte übertragen. Unsterile Tätowiernadeln, Piercings oder Rasiermesser sind die Haupt-Infektionsquellen. In einigen Regionen Asiens oder Afrikas tragen mehr als fünf Prozent der Bevölkerung das Hepatitis C-Virus in sich. Es gibt heute sehr wirksame Therapien gegen Hepatitis C. Die Heilungsraten liegen in der Regel zwischen 90 und 100 Prozent. Allerdings wird die Erkrankung oft spät erkannt und kann unbehandelt in einer Leberzirrhose oder einem Leberzellkrebs münden. Laut WHO sind etwa 71 Millionen Menschen weltweit chronisch mit HCV infiziert. Die chronische Hepatitis C zählt nach der Fettleberhepatitis zur zweithäufigsten Ursache von Leberzirrhose und Leberzellkrebs in Deutschland.

„Bei allen Infektionen mit einem Hepatitis-Virus ist die frühe Entdeckung die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Der beste Schutz der Gesundheit ist die Vermeidung einer Infektion. Impfung und Vorsichtsmaßnahmen tragen dazu bei, dass Reisende so gesund aus dem Urlaub zurückkehren, wie sie es beim Reisestart waren“, betont Professor Manns. Die Deutsche Leberstiftung bietet Informationsfaltblätter über Hepatitis B für Ärzte und Hepatitis C für Ärzte sowie beide Ausgaben für Betroffene und ihre Angehörigen an. Bestellmöglichkeiten und Download auf der Serviceseite unter www.deutsche-leberstiftung.de

19.06.2018 DGA | Quelle: Deutsche Leberstiftung


Vegan essen
Vegan essen


Neuer DGE-Flyer

Der Flyer „Vegan essen – klug kombinieren und ergänzen“ bringt auf den Punkt, worauf Veganer achten sollten, um sich ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Bei der veganen Ernährungsweise steht die Versorgung mit Protein, langkettigen Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Eisen, Jod, Zink, Selen sowie Vitamin B12, B2 und Vitamin D im Fokus.
Leicht verständlich, mit IN FORM-Rezeptidee und Tipps für eine bedarfsdeckende Ernährung, eignet sich der Flyer auch für den Einsatz in der Ernährungsberatung. „Vegan essen – klug kombinieren und ergänzen“ gibt es kostenfrei als PDF zum Download. Beratungskräfte können ihn im 10er Pack zum Preis von 2,00 € zzgl. Versandkosten im DGE-MedienService bestellen. DGE-Position Vegane Ernährung
FAQs Vegane Ernährung


Die Spinner sind wieder da
Die Spinner sind wieder da


Kontakt mit den Gifthaaren des Eichenprozessionsspinners auf jeden Fall vermeiden.

Das Frühjahr ist die Zeit des Eichen-Prozessionsspinners – ein Nachtfalter, dessen Raupen man fast ausschließlich auf Eichen antrifft. Der Schädling hat nicht nur großen Appetit und frisst die befallenen Bäume kahl, seine Gifthaare können bei Menschen zu heftigen allergischen Reaktionen von Haut, Augen und Atemwegen führen. Zurzeit beginnt in vielen Gegenden der alljährliche Kampf gegen den Schädling. Der Eichen-Prozessionsspinner ist zunächst ein Baumschädling – seine Raupen ernähren sich von Eichenblättern. Ab Anfang Mai bilden die Raupen große Nester an Baumstämmen oder in Astgabeln. In diesem Stadium entwickeln sie Gifthaare, die sie in die Nester einspinnen. Sie sollen vor natürlichen Feinden schützen. Aber sie sind auch für Mensch und Tier durchaus unangenehm. Denn Gifthaare und leere Puppenhüllen können heftige Allergien und Hautreizungen auslösen. Die Beschwerden reichen von stark juckenden Hautausschlägen bis zu Asthmaanfällen. Daher sollten Menschen den Kontakt mit den Nestern unbedingt vermeiden, etwa bei dem Versuch den Schädling zu bekämpfen. Aber auch umliegende Gebiete können durch die mikroskopisch kleinen Härchen betroffen sein, da sie durch den kräftigen Frühjahrswind verteilt werden. Allergische Reaktionen sind also nicht nur bei direktem Kontakt möglich.

Bevorzugt werden von dem Nachtfalter vor allem besonnte Eichen und Alleebäume. Das Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile von Nordrhein-Westfalen sowie die Städte des Ruhrgebiets, Süddeutschland, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bekämpft wird der Schädling an vielen Orten, dennoch nimmt seine Verbreitung zu. In der Regel weisen Kommunen und Behörden in besonders belasteten Gebieten auf die Gefahren hin. Menschen sollten diese Hinweise unbedingt beachten und zum Beispiel befallene Parks oder Wälder meiden.

Sind Eichen-Prozessionsspinner in der Nähe, sollte man

  • Fundstellen den örtlichen Behörden melden, damit die Eichen-Prozessionsspinner fachgerecht bekämpft werden können
  • befallene Gebiete meiden
  • die Haut durch Kleidung vor Kontakt schützen
  • Raupen und deren Nester nicht berühren oder unsachgemäß bekämpfen

Bei Kontakt mit dem Eichen-Prozessionsspinner Kleider schnellstens wechseln, wenn möglich duschen oder mindestens die Haare waschen und die Augen mit Wasser spülen. Sollte es dennoch zu Reaktionen kommen, können Kaltkompressen auf der juckenden Haut lindernd wirken. Bei starken und anhaltenden Reaktionen unbedingt den Arzt aufsuchen.

11.06.2018 DGA | Quelle: VIACTIV Krankenkasse